Abschreibungsarten

Wer Häuser die unter Denkmalschutz oder in ausgewiesenen Sanierungsgebieten oder städtebaulichen Entwicklungsbereichen stehen, saniert, modernisiert oder instand setzt, kann die sanierungsbezogenen Kosten abschreiben. Diese Möglichkeit der erhöhten Abschreibung nach §7i,h Einkommensteuergesetz ist ein Ausgleich für die Genehmigungserfordernisse und den Mehraufwand, die mit den Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen (bautechnischer Mehraufwand) verbunden sind.

Bemessungsgrundlage für die erhöhten Absetzungen sind jedoch nur die begünstigten Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwendungen- also der Teil der Anschaffungskosten, der der Sanierung zuzuordnen ist. Der entsprechend prozentuale Anteil von den gesamten Anschaffungskosten ergibt die Kosten, die erhöht abgeschrieben werden dürfen.

Vermieter können die kompletten Renovierungskosten geltend machen, und zwar auf zwölf Jahre verteilt. die Renovierungskosten können bis zu 85% des Kaufpreises betragen, unterscheiden sich aber von Angebot zu Angebot, je nach Zustand des Hauses.. (nach § 7i EStG.)

Eigennutzer dürfen, auf zehn Jahre verteilt, 90% der Sanierungskosten abschreiben. (nach § 10f EStG.). Für Steuerzahler, die zum Höchstsatz besteuert werden, bedeutet dies eine staatliche Förderung, die weit über der weggefallenen Eigenheimzulage liegt!

Steuervorteile und Zuschüsse

  • Bei vermieteten Baudenkmalen: Die Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie wird durch besondere steuerliche Anreize gefördert. Von den Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, können im Jahr der Herstellung und in den folgenden 7 Jahren jährlich bi s zu 9 % – danach 4 Jahre lang jährlich bis zu 7 % abgeschrieben werden § 7i EStG. alternativ zur linearen Abschreibung von 2% bzw. 2,5% in Anspruch genommen werden (§ 7i bzw. §7h EStG) vom Altbauanteil
  • Bei selbstgenutzten Baudenkmalen: Der Sonderausgabenabzug für Baumaßnahmen an selbst genutzten Baudenkmalen und Gebäuden in Sanierungsgebieten beträgt jährlich 9 % über 10 Jahre. § 10f EStG. alternativ zur linearen Abschreibung von 2% bzw. 2,5% (§ 7i bzw. §7h EStG) vom Altbauanteil
  • Altbauabschreibung:  Weiterhin ist es möglich, die Anschaffungskosten 40 bzw. 50 Jahre lang abzuschreiben. Es gelten auch hier die linearen Abschreibungsregeln auf das Gebäude, das heißt, dass Immobilien die bis Baujahr 1924 gebaut wurden 40 Jahre lang zu 2,5 % abgeschrieben werden können und die, die ab 1925 erbaut wurden, 50 Jahre lang mit 2 % abgesetzt werden können
  • Grund& Boden-Anteil: Grundstücksanteile sind nicht steuerwirksam. Auf diesen Teil der Immobilie gewährt der Staat keine Abschreibung.